10 Tipps für gute Schulungen

10 Tipps für gute Schulungen brauchen vor allem Dozenten, die gerade erst anfangen, aber auch Toptrainer mit jahrelanger Trainingserfahrung profitieren davon. Unter dem Stichwort „lebenslanges Lernen“ wächst der Arbeitsmarkt in der Erwachsenenbildung und mehr Menschen leiten aus Berufung oder beruflicher Notwendigkeit Seminare. Für sie bieten folgende Ratschläge die Grundlage für einen gelungenen Unterricht.

Mit den 10 Tipps für gute Schulungen lernen Sie

  1. Ihre Rolle als Dozent (10 Tipps für gute Schulungen 1-2)
  2. Einen sicheren Umgang mit Teilnehmern (10 Tipps für gute Schulungen 3-5)
  3. Eine leichte Gestaltung des Unterrichts (10 Tipps für gute Schulungen 6-10)

10 Tipps für gute Schulungen

 

10 Tipps für gute Schulungen – die Rolle als Dozent

  1. Tipp für gute Schulungen: Behalten Sie die Kontrolle!
Durch die Struktur eines Trainings behalten Sie leicht und virtuos die Kontrolle. Sie führen die Teilnehmer und bestimmen Inhalt und Form des Trainings. Vergessen Sie antiquierte Umgangsformeln mit Bezug auf Alter, Geschlecht oder Höflichkeit! Die lassen Sie weich und unsicher erscheinen. Ein modernes und überzeugendes Training richtet sich nach Ihren Regeln.

Bestimmen Sie gleich am Anfang das kollegiale „Du“ zum Umgangston. Dadurch verringern Sie die Distanz und zeigen, wer die Regeln macht.

  1. Tipp für gute Schulungen: Sie sind der Experte!

Die Teilnehmer wissen weniger als Sie – deswegen sind sie in Ihrer Schulung. Wenn jemand mehr als Sie wüsste, stünde er vorn und Sie hörten zu. Machen Sie von Anfang an klar, dass Sie der Experte sind. Zeigen Sie keine eigenen Fehler sondern Fehler anderer, bevorzugt von Teilnehmern. Demonstrieren Sie während des Trainings wiederholt Ihr Können und Ihre Leistungen und nennen Sie einflussreiche Freunde und Bekannte.

10 Tipps für Toptrainer Experte

Sie sind der Experte

Ein guter Trainingsstart ist eine Vorstellungsrunde, in der Sie anfangen und sich gleich als Experten zeigen, für den diese Schulungen ein Hobby sind.

10 Tipps für gute Schulungen – der Umgang mit Teilnehmern

  1. Tipp für gute Schulungen: Machen Sie sich Freunde!

Im Training bilden die Teilnehmer eine Gruppe gegen Sie. Lockern Sie diese Gruppe auf, indem Sie Gemeinsamkeiten mit sich und den Teilnehmern finden und Unterschiede zwischen den Teilnehmern oder einer abwesenden Fremdgruppen. Der Unterschied zwischen Ost und West ist sehr beliebt. Mit Glück haben Sie in Ihrer Gruppe Menschen mit Migrationshintergrund (sehen „südländisch“ aus oder haben Akzent). Fragen Sie die, wo sie herkommen. Sie werden nicht „von zuhause“ antworten, selbst wenn sie in Deutschland geboren wurden!

Ziehen Sie nach Berlin. Wenn Sie vom Land kommen, strahlt der Ruhm der Großstadt auf Sie ab und macht Sie für andere interessant. Vielleicht erweitern Sie dort sogar Ihren Horizont. (Lesen Sie hier zehn Tipps, die jeder zugezogene Vollblutberliner kennen muss.)

  1. Tipp für gute Schulungen: Flirten Sie!

Smalltalk und die Anerkennung durch das andere Geschlecht machen Sie sympathisch. Demonstrieren Sie Selbstbewusstsein, weil die Anwesenheit anderer Sie beim Flirten nicht stört. Sie kommen leichter als sonst zum Ziel durch Ihren Status als Dozent und Experte.

Nehmen Sie zum Flirten eine Partnerin von mittlerer bis leichter Zugänglichkeit. Jedes Misslingen schadet Ihrem Ansehen. (Sind Sie eine Frau: Sie haben freie Wahl, Männer sind nicht wählerisch. Für Männer sind hier Tipps wie Sie erfolgreich wie Julien Blanc jede Frau verführen.)

  1. Tipp für gute Schulungen: Isolieren Sie Störer!

Finden Sie eine Schublade, in die problemlos störende Teilnehmer passen. Finden Sie eine zweite Schublade für kooperierende Teilnehmer und kontrastieren Sie beide. Führen Sie Entgleisungen der Störer auf deren stabile Charaktereigenschaften zurück, rechtfertigen Sie Fehler kooperierender Teilnehmer mit Umständen in der Situation.

10 Tipps für gute Schulungen - Störer isolieren

In Schubladen stecken

 

Schalten Sie potentielle Störer von Anfang an aus. Erfahrene Trainer erkennen diese vor der ersten Störung, finden die passende Schublade und erinnern daran mit Fragen oder in Nebensätzen.

10 Tipps für gute Schulungen – die Gestaltung des Unterrichts

  1. Tipp für gute Schulungen: Halten Sie den Inhalt einfach!

Abwägen, Unsicherheiten eingestehen und komplizierte Zusammenhänge erklären stören Ihren Status als Experte. Sie sagen, was ist! Und Sie sind nicht an der Universität. Wiederholen Sie leicht verständliche Listen von Details – am bestem mit unterhaltsamen Anekdoten. Übergehen Sie Kompliziertes entweder mit einem Verweis auf Zusatzliteratur (Wikipedia) oder setzen Sie das Wissen voraus.

Geben Sie schwierige Fragen der Teilnehmer zurück ans Plenum und überlegen Sie sich in der gewonnenen Zeit eine Antwort. Diese muss wenig mit der Frage zu tun haben – ist die Unterbrechung lang genug geworden, wird jeder froh sein, weiter zu machen.

  1. Tipp für gute Schulungen: Werten Sie Ihren Inhalt auf!

Betonen Sie, dass Sie Ihr Wissen von wissenschaftlichen oder anderen Autoritäten haben am besten direkt. So verbinden Sie Ihre eigene Person mit diesen Autoritäten (siehe zweiter Schulungstipp ). Außerdem beugt es abweichenden Ansichten vor.

Niemand wird Ihre Aussagen überprüfen! Die 7-38-55-Prozent-Regel ist die Grundlage vieler Seminare, obwohl selbst in Wikipedia steht, dass Sie haltlos ist. Im Seminar ist ohnehin keine Zeit für Recherche.

  1. Tipp für gute Schulungen: Lassen Sie sich schwer folgen!

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Menschen nach Mustern suchen. Erkennen Teilnehmer die Zusammenhänge in ihrem Kurs schwer, schreiben sie den kognitiven Aufwand der Komplexität des Stoffes zu. Zusätzliche Belastung erzeugen Sie durch fehlende Strukturen oder Wechsel zwischen Unterlagen und Medien. Erscheinen Sie, als wüssten Sie, wo Sie gerade sind, und verweisen Sie nach kommendem oder vorherigem Inhalt. Lesen Sie ausformulierte Folien vor – mit kleiner Schrift und anregenden Bildern schöner Menschen.

Verlieren Sie den Faden, gehen Sie nahtlos zu einem anderen Thema über. Kommen Sie darauf zurück, falls Ihnen einfällt, was Sie sagen wollten.

  1. Tipp für gute Schulungen: Beschäftigen Sie die Teilnehmer!

Gruppen- und Einzelarbeit beschäftigen die Teilnehmer, ohne dass Sie etwas tun müssen. Die Zeit vergeht unbemerkt und Sie können andere Aufgaben erledigen. Sobald Sie etwas Input gegeben haben, überlassen Sie es den Teilnehmern, was Sie daraus machen. Greifen Sie selten ein. Viele Fragen kommen nicht; besonders wenn Sie Fragen und Fehler darauf schieben, dass die Teilnehmer nicht aufmerksam waren.

Ergebnisse überprüfen und ausführliches Feedback kosten Zeit und Arbeit. Lassen Sie die Gruppenaufgaben am letzten Tag vorstellen, bedanken Sie sich wertschätzend für jede Leistung und loben Sie alle Teilnehmer als Gruppe. Mehr nicht.

  1. Tipp für gute Schulungen: Schaffen Sie sich keine Konkurrenz!

In der begrenzten Zeit eines Seminars können Sie nicht Ihr ganzes Wissen vermitteln. Betonen Sie das. Zeigen Sie den Teilnehmern das erstrebenswerte Ziel, verschwenden Sie aber keine Zeit auf dem Wissen der Teilnehmer aufzubauen oder mühsam Entwicklungsschritte für sie zu finden. Es ist zu umständlich, sich jedes Mal einer anderen Gruppe anzupassen. Außerdem bieten Sie Aufbauseminare an.

Die einzige Bewertung Ihrer Leistungen sind die Feedbackbögen nach dem Training und die sind sehr subjektiv. Beachten Sie den dritten Schulungstipp!

10 Tipps für gute Schulungen - Viel Erfolg

10 Tipps für gute Schulungen vom Toptrainer

 

Ihnen reichen die 10 Tipps für gute Schulungen nicht?

Ich helfe gern – fragen Sie nach Coaching oder Selbsthilfebüchern!

 

Mehr Tipps zu guten Schulungen finden Sie auf meinem Youtube Channel

3 Kommentare

  1. Diese „Tipps“ sind bis auf den ersten Tipp absoluter Schwachsinn. Es hat mit Stärke zu tun, auch einmal einzugestehen, dass man etwas jetzt gerade nicht weiss. Natürlich muss mein sein Programm fahren können, ohne immer wieder unterbrochen zu werden o.ä. Aber man soll doch auch mal auf die Teilnehmer eingehen. Es zeugt von richtig schlechtem Charakter, sich als Superstar auszugeben ohne das man es ist. Ein Seminar oder eine Schulung soll und muss den Teilnehmern einen Mehrwert bringen. Jeder will doch wachsen. Finden Sie es toll, wenn Ihnen „Scheissdreck“ beigebracht wird, dass Ihnen absolut gar nichts bringt. Sie sollten besser nur erzählen von was Sie auch wirklich Ahnung haben. Wird ein Seminar bei Ihnen so abgehalten würde ich nach spätestens einer Stunde die Veranstaltung verlassen! Niemand lässt sich gerne Kleinhalten oder als dumm hinstellen. Das ist unfassbar menschenfeindlich. Wir haben doch alle einmal Freude daran gehabt Wissen und Erfahrungen auszutauschen als Kinder. Wie kann man als Erwachsener so krass davon weg kommen… Einfach nur traurig.

    Falls diesere Kommentar öffentlich ist, tut mir das Leid. Das Feedback richtet sich nur an den Autor und soll keine Meinung beeinflussen!

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  2. Ich schließe mich Mach Esbesser an. Zuerst dachte ich, diese Tipps sind sarkastisch gemeint, aber anscheinend meint der Autor diese tatsächlich ernst. Die besten Schulungen sind als solche nicht zu erkennen, bauen auf dem Vorwissen der Teilnehmer auf und lassen diese scheinen! Der Seminarleiter nimmt dabei eher die Rolle eines Moderators ein.

    Natürlich hängt dies auch immer von der Teilnahme und Motivation der Teilnehmer ab, aber die Aufgabe des Trainers ist es diese abzuholen und zu fördern.

    Diese „10 Tipps für gute Schulungen“ sollten höchstens als Negativbeispiel wie es nicht geht verwendet werden.

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  3. Das kann doch nicht der Ernst des Autors sein. Ich dachte am Anfang, dass die Tipps sarkastisch gemeint sind, oder eher als „was man nicht tun sollte“-Tipps. Verlieren Sie den Faden? Springen Sie von einem Thema zum Nächsten? Selbst in der Schule bekommt man es besser beigebracht, wie man etwas präsentiert. Das hier ist eher eine Anleitung wie man ein guter Blender wird. Man tut so, als wüsste man alles und das auch noch aus wissenschaftlichen Quellen, das aber nur um den Anschein zu erwecken, wie klug man doch ist. Man stellt sich als Experte da und behandelt die Teilnehmer als dümmere, minderwertige Menschen. Das ist der sichere Weg wie man ein schlechter Chef/Lehrer wird. Und unbeliebt bei anderen Menschen hinzu.

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